Die Altstadt „Panagia“

DIE ALTSTADT „PANAGIA“

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Die Altstadt „Panagia“

Ein Spaziergang durch die Altstadt von Kavala ist ein Erlebnis für die Sinne, von dem man einfach nicht genug bekommen kann: Ein genüsslicher Bummel durch die gepflasterten Gässchen, ein verträumter Blick auf die bezaubernde Aussicht, kurzes Verweilen, um Texte und Gedichte zu lesen, neue Geschmackserlebnisse und Düfte aufzunehmen und die vielfältigen Ereignisse in der langen Geschichte dieser Stadt zu entdecken, die uns so viel zu erzählen hat.

Foto von Giannis Giannelos

Auf dem felsigen Landvorsprung und rund um die alte Stadtmauer bietet sich die Altstadt von Kavala zu einer Reise in die geschichtsträchtige Vergangenheit an. Hier findet man Straßen und Gassen mit Kopfsteinpflaster, die meisten Häuser haben noch die typischen Holzbalkone, duftende Gärten und farbenfrohe Vorhöfe. Vom Karaoli-Platz können Sie die Theodorou Poulidou-Straße hinaufgehen, vorbei am Imaret und dem Vorhof des Mohammed-Ali-Hauses, bis Sie zur Kirche der Panagia (Gottesmutter), zum Leuchtturm und zur Festung gelangen, von wo aus Sie einen tatsächlich atemberaubenden Panoramablick genießen können. Gehen Sie dann weiter in Richtung Kamares (dem alten Aquädukt), der Grenzlinie zwischen der alten und der modernen Stadt. Die reizvolle Umgebung in Verbindung mit den malerischen kleinen Tavernen, den historischen Stätten, den Denkmälern und neueren klassizistischen Bauten reizen alle Sinne und fügen sich zu einmalig schönen Gesamtansichten.

Wenn Sie die Th. Poulidou-Straße entlang aufwärts gehen, sehen Sie das Imaret vor sich, ein wunderschönes Bauwerk, das ein typisches Beispiel für die islamische Architektur darstellt. Es wurde Anfang des 19. Jahrhunderts von Mohammed Ali, dem Ahnherren der letzten Ägyptischen Dynastie errichtet. Der damalige Vali (Gouverneur) Ägyptens wollte seiner Geburtsstadt Kavala das Imaret schenken, eine wohltätige Einrichtung, die als Islamschule mit Internat und als Armenhaus für alle bedürftigen Bewohner der Stadt – unabhängig von ihrer Konfession – diente. Heute wird das Bauwerk als Hotel der Luxusklasse betrieben, das einen wichtigen Bezugspunkt für die Stadt Kavala darstellt.

Setzen Sie Ihren Weg nun in Richtung der Spitze der Landzunge von Panagia fort, so gelangen Sie zum Mohammed-Ali-Platz, an dem sich das „Konaki“ (griech.: kleines, traditionelles Haus), das Geburtshaus Mohammed Alis, und ein Standbild des Herrschers von Ägypten befinden, das vom Bildhauer Konstantinos Dimitriadis angefertigt wurde. Das Geburts- und Wohnhaus Mohammed Alis gilt als eines der bezeichnendsten heute noch erhaltenen Beispiele für die osmanische Architektur des 18. Jahrhunderts in Griechenland und war damals das größte Haus Kavalas. Es wurde sorgfältig restauriert und wird heute als Museum betrieben, in dem der Besucher das Ambiente eines typischen Herrenhauses aus dem 18. Jahrhundert nachempfinden kann. Hier befindet sich auch der Sitz des Mohammed Ali-Forschungszentrums.

Ganz in der Nähe des Mohammed Ali-Platzes ist die Kirche der Panagia (Gottesmutter), an genau der Stelle, an der sich im 15. Jahrhundert ein Frauenkloster befand. An der Spitze der Altstadt-Halbinsel steht der Leuchtturm, ein beliebter Anziehungspunkt für die Bewohner und Besucher der Stadt. Er wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts an der Stelle errichtet, an der Land und Meer sich begegnen. Die beeindruckenden Felsformationen laden zu einer kurzen Rast ein, um den wunderschönen Blick auf den himmelblauen Horizont und die faszinierenden Lichtreflexe auf den Wellen zu genießen. Die gesamte Umgebung des Leuchtturms ist besonders reizvoll und vermittelt dem Besucher das Gefühl, dass hier gut gehütete Geheimnisse der Vergangenheit darauf warten, von ihm entdeckt zu werden. Bei guter Sicht kann man die Insel Thasos, den Berg Athos im Westen und den Strand von Keramoti im Osten erkennen.

Wenn Sie nun Ihren Spaziergang durch die Altstadt fortsetzen, gelangen Sie zum Halil Bey-Komplex, der neben der gleichnamigen Moschee aus dem 16. Jahrhundert, die auf dem Fundament einer frühchristlichen Basilika erbaut wurde, auch die Medresse (Islamschule) umfasst. Die sieben Räume der Medresse hatten unterschiedliche Verwendungszwecke: Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde hier eine Mädchen-Grundschule untergebracht, während die Medresse nach der Kleinasiatischen Katastrophe als Unterkunft für Flüchtlingsfamilien aus Kleinasien genutzt wurde. In der Zeit von 1930-40 befand sich hier die Philharmonie Kavalas – sodass das Gebäude auch heute noch oft als „Palia Mousiki“ (Alte Musik) bezeichnet wird und unter diesem Namen bekannt ist.

Am höchsten Punkt der Altstadt erhebt sich die imposante Festung Kavalas, eines der bedeutendsten historischen Bauwerke der Stadt. Die Festung von Christoupolis (früherer Name Kavalas) wurde nacheinander von den Lombarden (1204), den Franken (1208), dann wieder von den Byzantinern und schließlich von den Osmanen (1391) beherrscht. Wie alle byzantinischen Festungsanlagen umfasst sie die äußere Festungsmauer und die eigentliche Akropolis, die letzte und wichtigste Wehranlage jeder Stadt. Heute kann der Besucher den runden Hauptturm besichtigen, von dessen Dach sich ein einmalig schöner Panoramablick über die Stadt bietet; außerdem sind die Munitions- und Lebensmittellager zu sehen, die später in einen Kerker umgewandelt wurden, sowie der Wachtposten, der auch als Unterkunft für Offiziere und Wachleute geeignet war. Im Freilufttheater in der Festung finden im Sommer verschiedene kulturelle Veranstaltungen statt.

Geht man von der Festung in die andere Richtung weiter, so fällt der Blick auf die großartige alte Werft und danach auf die beeindruckenden Kamares, das mittelalterliche Aquädukt der Stadt, das heute das berühmte Wahrzeichen Kavalas ist. Es hat eine Länge von 270 Metern und eine maximale Höhe von 25 Metern und wurde aus heimischem Granit und Steinziegeln erbaut. Geografisch gesehen stellt es die Grenzlinie zwischen der alten und der modernen Stadt dar.

Hier endet Ihr Rundgang durch die Altstadt – Sie können ihn entweder zu Fuß machen, oder mit dem PKW oder der Bimmelbahn (Trenaki) der Munizipalität Kavala, einem Verkehrsmittel, das sowohl bei den Bewohnern von Panagia als auch bei Urlaubern sehr beliebt ist!

Der Sonnenuntergang beim Leuchtturm ist ein einmaliges Erlebnis, das auch ein beliebtes Motiv auf Postkarten darstellt. Fotoapparat nicht vergessen!

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